Diagnostik, Differenzierung und multimodale Intervention –
klinisch fundiert, praxisnah, akkreditiert
ADHS im Erwachsenenalter zählt zu den am häufigsten übersehenen und fehldiagnostizierten Störungsbildern in der klinischen Praxis. Nicht aufgrund mangelnder Evidenz – sondern weil sich adulte ADHS selten in klassischer Ausprägung zeigt. Sie manifestiert sich häufig internalisiert, hochkompensiert oder überlagert von Komorbiditäten und wird nicht selten als Depression, Angststörung, chronische Erschöpfung oder Burnout fehlinterpretiert.
Dieser Fachkurs vermittelt eine klinisch präzise, lebensspannenorientierte und evidenzbasierte Spezialisierung in der Diagnostik und Behandlung von ADHS bei Erwachsenen.
Maximal 12 Teilnehmende ermöglichen ein bewusst hochwertiges Lernformat. Alle Lernnachweise werden persönlich korrigiert, differenziert rückgemeldet und nach transparenten Kriterien beurteilt. Dadurch entsteht ein Kompetenzaufbau, der nicht nur theoretisch nachvollziehbar, sondern auch praktisch überprüft und dokumentiert ist.
Der Fachkurs ist als akkreditierte Weiterbildung konzipiert, und verbindet wissenschaftliche Aktualität mit hoher klinischer Praxisrelevanz – mit klarer Rollenklärung, professionellen Grenzen und einer konsequent integrativen Perspektive auf Diagnostik und Behandlung.
Die Weiterbildung wird fachlich konzipiert und geleitet von Dr. phil. Ruth Huggenberger, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Der Kurs basiert auf ihrer langjährigen klinischen Tätigkeit in der spezialisierten Diagnostik und Psychotherapie von ADHS im Erwachsenenalter sowie auf kontinuierlicher fachlicher Weiterbildung und interdisziplinärer Zusammenarbeit.
QualitätsrahmenMaximal 12 Teilnehmende gewährleisten ein bewusst hochwertiges Lernformat. Sämtliche Lernnachweise werden von der Referentin, Frau Dr. phil. Ruth Huggenberger (Fachpsychologin für Psychotherapie FSP) korrigiert und nach transparenten Kriterien beurteilt.
Dieser Fachkurs richtet sich an Fachpersonen mit abgeschlossenem Studium in Psychologie, Medizin oder einem verwandten klinischen Fachbereich. Angesprochen sind insbesondere:
Die Weiterbildung setzt grundlegende Kenntnisse psychischer Störungsbilder voraus. Sie ist nicht als Basiskurs konzipiert, sondern als vertiefende Spezialisierung für Fachpersonen, die ihre diagnostische und therapeutische Kompetenz im Bereich ADHS bei Erwachsenen erweitern möchten.
Der Fachkurs ist als anerkannte Weiterbildung konzipiert. Akkreditierungen werden beantragt bei:
Die definitive Anzahl an Fortbildungspunkten wird nach Bestätigung der jeweiligen Fachgesellschaften kommuniziert.
Symptomatik, Maskierung und diagnostische
Einordnung über die Lebensspanne
Diagnostik & Abklärung der ADHS im Erwachsenenalter
Genetik, Neurobiologie & Neuropsychologie der ADHS
ADHS & Komorbiditäten: Differenzierung und Wechselwirkungen
Multimodale Intervention bei ADHS im Erwachsenenalter
Fallarbeit, Gesprächsführung und interprofessionelle Zusammenarbeit
Die zwei Intensivtage bilden den zentralen Präsenzteil der Weiterbildung. Während die Online-Module theoretische Grundlagen, diagnostische Modelle und Interventionsansätze vermitteln, liegt hier der Fokus auf der klinischen Anwendung: diagnostische Entscheidungsprozesse, Differenzierung komplexer Fälle und die professionelle Integration multimodaler Behandlungsplanung.
Im Zentrum steht die Arbeit mit realistischen, mehrdimensionalen Fallkonstellationen – inklusive Maskierung, Kompensation, Mischbildern und typischen diagnostischen Bias. Die Teilnehmenden durchlaufen diagnostische Prozesse, analysieren Fehlpfade, reflektieren Unsicherheiten und üben die klinisch saubere Priorisierung in komplexen Versorgungssituationen.
Diagnostische Entscheidungsprozesse, Differenzialdiagnostik und Komorbiditäsabgrenzung
Der erste Intensivtag fokussiert auf diagnostische Präzision und klinische Differenzierung. Anhand ausführlicher Fallkonstellationen wird der diagnostische Prozess systematisch durchgearbeitet: Indikationsklärung, strukturierte Anamnese, lebensspannenorientierte Einordnung sowie integrative Bewertung nach ICD-10, ICD-11 und DSM-5-TR.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung zu komorbiden und symptomatisch überlappenden Störungsbildern wie Depression, Angststörungen, bipolaren Störungen, Borderline-Dynamiken, Suchterkrankungen oder Autismus-Spektrum-Störungen. Gemeinsam werden typische Überlagerungen und diagnostische Fehlpfade analysiert.
Besonderes Gewicht liegt auf internalisierten und hochkompensierten Präsentationen sowie auf dem professionellen Umgang mit diagnostischer Unsicherheit. Ziel ist eine klare klinische Entscheidungslogik: Was ist primär? Was sekundär? Wo besteht ein Mischbild? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die weitere Behandlung?
Intervention, Gesprächsführung und interprofessionelle Koordination
Der zweite Intensivtag fokussiert auf die therapeutische Umsetzung nach abgeschlossener Diagnostik. Im Zentrum stehen die professionelle Diagnoserückmeldung, der Umgang mit ambivalenten Reaktionen (Erleichterung, Zweifel, Widerstand), die Prioritätensetzung in komplexen Symptomlagen sowie die Entwicklung einer klar strukturierten, multimodalen Behandlungsplanung.
Anhand realitätsnaher Fallkonstellationen wird erarbeitet, wie tragfähige Arbeitsbündnisse auch bei Abschweifen, Assoziativität, emotionaler Dysregulation oder motivationaler Schwankung stabil gehalten werden können. Vermittelt werden konkrete Strategien zur Strukturierung von Sitzungen, zur Arbeit mit Tempo und Fokus sowie zur Balance zwischen Validierung und Steuerung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der professionellen Gestaltung interprofessioneller Zusammenarbeit: Rollenklärung zwischen Psychotherapie und Psychiatrie, Indikationen zur Weiterleitung, Case-Management, Datenschutz sowie strukturierte Kommunikation mit Ärzt*innen, Arbeitgebern, IV/Sozialdiensten und weiteren Institutionen. Ziel ist eine sichere, klare und fachlich konsistente Koordination komplexer Versorgungssituationen.
Organisation, Termine und administrative Angaben
- Start der Module Der Versand der Module beginnt am 01.05.2026.
- Bearbeitung und Einreichung Die Module sind im vorgegebenen Rhythmus zu bearbeiten und fristgerecht einzureichen.
- Voraussetzung für die Intensivtage Voraussetzung für die Teilnahme an den Intensivtagen ist die vollständige Einreichung sämtlicher Module.
- Rückmeldung zu Lernnachweisen Eingereichte Lernnachweise werden zeitnah kommentiert und rückgemeldet.
- Präsenztermine und Veranstaltungsort Die Intensivtage finden am 28./29.11.2026 im Hotel Best Western, Zeughausgasse 9, 3001 Bern statt.
Die Kursgebühr für den gesamten Fachkurs beträgt CHF 3’500.–.
Bei Fragen zum Fachkurs, zu organisatorischen Rahmenbedingungen oder zum inhaltlichen Aufbau der Weiterbildung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne klären wir individuelle Anliegen, Teilnahmevoraussetzungen oder weitere Details im persönlichen Austausch.
Sie können uns jederzeit unkompliziert per E-Mail kontaktieren:
info(at)akademie-psychologie.ch
Wir bemühen uns um eine zeitnahe und verbindliche Rückmeldung.
Anmeldung – Fachkurs „ADHS im Erwachsenenalter“
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